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Sinnesgarten Freistatt
© Diakonie Freistatt 

Gemeinde Freistatt

Im Jahre 1922 wurde Freistatt selbständige politische Gemeinde. Sie umfasst zwölf Quadratkilometer Fläche, von denen der größte Teil unter Naturschutz steht. Die meisten Einwohner leben im Kernbereich an der B 214. Zu Freistatt gehören noch die Ortsteile Deckertau und Heimstatt sowie die Siedlung Sprekelshorst.

Freistatt – Gemeinde und Diakonie
Geschichte der Gemeinde

1899 gründete Friedrich von Bodelschwingh, unter dessen Leitung in Bielefeld bereits die Bethel-Einrichtungen für Anfallskranke und Wanderarme entstanden sind, mitten im Wietingsmoor eine weitere „Arbeiterkolonie“ für arbeits- und heimatlos umherziehende Männer. Sehr schnell kamen Heime für schwer erziehbare Jungen und eine Heilanstalt für „Herren des gehobenen Standes mit der Neigung zur Trunksucht“ dazu. So wuchs in nur wenigen Jahren auf den großen Ödlandflächen ein neues Gemeinwesen. Diesen Ort nannte Friedrich v. Bodelschwingh Freistatt - in Anlehnung an die biblische Darstellung. Freistätten waren Orte, in denen Verfolgte Zuflucht finden konnten.

Funktionierende Infrastruktur

 Für die rund 550 Einwohner bietet Freistatt eine gute Infrastruktur mit Lebensmittelmarkt, Café, Arztpraxen, Gemeindebüro und Kirchenbüro. Im Ort ansässig sind die Betriebe aus den Bereichen Haustechnik, Malerei, Garten- und Landschaftsbau, Gärtnerei, Second-Hand-Laden sowie eine Werkstatt Menschen mit Behinderung. Dazu gibt es in der Siedlung Sprekelshorst eine Hausschlachterei.

Ortsbild, bürgerschaftliches Engagement und Familie

Das Ortsbild wird geprägt durch die Einrichtungen der Stiftung Bethel. Hier werden Hilfen für wohnungslose Menschen, für Menschen mit seelischen Behinderungen und für alte und pflegebedürftige Menschen angeboten. Bürgerschaftliches Engagement gibt es im Sportverein, bei der Freiwilligen Feuerwehr, in der Kirchengemeinde sowie im Kirchen- und Posaunenchor.

Aber auch für Familien und die Kinderbetreuung ist in den Nachbargemeinden gesorgt, und zwar in eine der zwei Krippen und in einer der drei Kindertagesstätten. Schulanfänger können die Grundschule mit Ganztagsbetreuung in Kirchdorf besuchen und im Anschluss dann die Oberschule in Varrel oder das nahegelegene Gymnasium in Sulingen besuchen.

Freistatt erleben: Moorbahn, Sinnesgarten, Planetenweg, Naturschutz und Ausstellung im Haus Moorhort

Ein Besuch in Freistatt lohnt sich immer. Die Feldbahn, der Sinnesgarten mit seinem tollen Wasserspielplatz, der Planetenweg, das alte Backhaus, der Hochseilgarten oder auch das Moor als Naturschutzfläche zu erleben, ist einzigartig.

Für Reisende stehen sechs Wohnmobilstellplätze auf gepflasterter, von Bäumen leicht beschatteter Fläche mit Stromanschluss, Trinkwasserentnahme, Chemietoilettenausguss bzw. Toiletten zur Verfügung.

Auf der historischen Schienenstrecke fährt die Feldbahn fünf Kilometer entlang der Verbindungsstrecke zwischen Freistatt und Heimstatt. Es geht vorbei an Heide, Wollgras und den spiegelnden Wasserflächen des renaturierten Moores. Entlang der Strecke gibt es viel zu entdecken: Über 500 Rinder und mehr als 2.000 Schafe helfen dabei, die große Naturschutzfläche von mehr als 880 Hektar zu pflegen. Bei Führungen an der Haltestelle Neukultur kann man viele Besonderheiten erfahren und seltene Vögel und weitere Tiere beobachten, die hier nach vielen Jahren wieder eine Heimat gefunden haben, in der sie ungestört ihren Nach-wuchs aufziehen können. Nutzen Sie im Frühjahr und Herbst die Aussichtspunkte, um die Rast der Kraniche zu beobachten.

Beim Besuch des Sinnesgartens können Sie Ihre Sinne wirklich neu erleben und schärfen. Dazu sorgt der Wasserspielplatz bei den Kindern für viel Abwechslung und Spaß. Während dessen können die Erwachsenen bei Kaffee und Kuchen sowie anderen kleineren Leckereien entspannen. Erleben Sie auf dem angelegten Planetenweg die Weiten unseres Sonnensystems. Ein Minigolfplatz rundet dieses Angebot schließlich ab.

Im Frühjahr 2015 wurde im Freistätter Haus Moorhort eine Ausstellung zur damaligen Fürsorgeerziehung eröffnet. Erarbeitet wurden verschiedenste Schautafeln, die in der Kulisse des Films „Freistatt“ gezeigt werden. Der historische Ort, die Dokumente aus den Akten, die Fotos und Interviewauszüge sollen dazu anregen, sich den Rahmenbedingungen der Heimerziehung und dem leidvollen Alltag der "Fürsorgezöglinge" zu nähern. Zudem kann der Blick auf das Unrecht in der Vergangenheit dazu beitragen, Lehren für gegenwärtiges Handeln zu ziehen.

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Wappen der Gemeinde Freistatt© Gemeinde Freistatt

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Großes Bild anzeigenJahresfest in Freistatt © Rolf Hedemann
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