Bahrenborstel  Barenburg  Freistatt  Kirchdorf  Varrel  Wehrbleck  
Samtgemeinde Kirchdorf
Informationen zur Gemeinde Barenburg

Wappen Barenburg

Im Mittelalter war Barenburg eine Ortschaft mit Fleckenrecht, das heißt, mit bestimmten Privilegien. So ge-nossen die Fleckensbürger persönliche Freiheit und Freizügigkeit, die sich z. B. in der Gerichtsbarkeit äußer-te: Ein gewählter Bürgermeister und Rat übten gewisse Rechte aus. Anders als die Bauern waren die Bürger eines Fleckens nicht von einem Grundherrn abhängig. Nach einer alten Urkunde soll Barenburg im Jahre 1247 von den Hoyaer Grafen erbaut worden sein. Hier befand sich ein wichtiger Pass der alten Heerstraße zwischen Minden und Bremen, an dem die Grafen von den Durchreisenden Zoll einnehmen ließen. Im Jahr 1602 verlieh Herzog Heinrich Julius von Wolfenbüttel dem Flecken auf Ansuchen seiner Bürger ein eigenes Siegel. Es zeigt einen Leoparden im blauen Feld mit der Umschrift in Goldbuchstaben auf rotem Grund, die in lateinischer Sprache lautet: „Siegel des Fleckens Barenburg im Jahre 1602“. Das Original der Verlei-hungsurkunde ist hier noch vorhanden.

Da Barenburg mehrmals von Bränden heimgesucht wurde, ist heute kaum historische Bausubstanz erhalten. Tradition und Bewahrung alter Werte spielen dennoch eine große Rolle.

Der Flecken an der Bundesstraße 61 hat bis 1994 vier Mal den Kreiswettbewerb „Unsere Gemeinde soll schöner werden“ gewonnen. Ausschlaggebend für die Preisvergabe an das Dorf, das durch viel Grün, standortgerechte Bäume und Büsche geprägt wird, war beim letzten Wettbewerb auch das komplette Wan-der- und Radwegenetz. Sowohl die Gemeinde als auch der Heimat- und Verschönerungsverein Barenburg zeigen hier großes Engagement.

Tradition und Dorfgemeinschaft

Die Pflege von Kultur und Tradition hat in Barenburg einen besonderen Ort: Ein aus Borstel umgesetzter Stockspeicher dient heute als kulturelles Zentrum. Hier organisiert der Heimat- und Verschönerungsverein an jedem ersten Sonntag im Monat zum „Speichersonntag“ ein vielfältiges Programm, das zahlreiche Besu-cherinnen und Besucher aus der gesamten Region anzieht. So zeigen die Veranstalter altes Handwerk und Brauchtum wie Weben, Spinnen, Flachsverarbeitung, Torfstechen oder Schafscheren. Kulturelle Veranstal-tungen wie Bilder- oder Fotoausstellungen heimischer Künstler, Aufführungen von Gesangsvereinen oder Volkstanzgruppen finden an Speichersonntagen ebenso statt wie spezielle Nachmittage für Kinder. Auf be-sonderen Wunsch finden hier auch Trauungen statt.

Besonders sehenswert ist die Barenburger Kirche, in deren heutigem Bauwerk noch einige Mauerteile der Kapelle „Zum Heiligen Kreuz“ aus dem zwölften Jahrhundert vorhanden sind.
Stolz sind die Barenburger auf ihre Theatergruppe, die mit plattdeutschen Theaterstücken zur Pflege der Mundart beiträgt.

Freizeitangebote

Zu den beliebten Freizeitangeboten gehört auch das beheizte Freibad in Barenburg mit einer 86 m langen Riesenrutsche.

Der Heimat- und Verschönerungsverein, Turn- und Sportverein mit eigener Tennissparte, Frauen-Kirchenchor, Männergesangverein, Bläserchor, Freiwillige Feuerwehr, der Schützenverein, Boßelverein, Sportfischerverein, ein Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Sozialverband Deutschland tragen zur Belebung der Dorfgemeinschaft bei. Sportwerbewochen, Wandertage und Vereinsfeste laden alle Generationen zur Teilnahme am Dorfleben ein.

Bildung und Arbeit

In der Gemeinde Barenburg befindet sich eine Außenstelle der Grundschule Kirchdorf. Kinder ab drei Jahren können in dem 1992 neu gebauten Kindergarten einen Platz erhalten. Für Kinder unter drei Jahren gibt es ein Betreuungsangebot im Kindergarten Barenburg.
Etliche Betriebe in Barenburg im Bereich Handel, Handwerk und Gewerbe bieten zahlreichen Menschen Arbeitsplätze. Durch günstige Bauplätze lässt sich so Wohnen und Arbeiten an einem Ort verwirklichen.

Nähere Informationen zur Gemeinde Barenburg finden Sie unter www.barenburg.de.