Kirchdorfer Heide mit Franzosenstein
© Rolf HedemannKirchdorfer Heide
Die Kirchdorfer Heide gehört zu den größten zusammenhängenden Heideflächen Niedersachsens und ist ein wahres Paradies für Reiter und Wanderer. Hier scheint die Zeit stillzustehen – egal, ob Sie zu Fuß, mit dem Rad, hoch zu Ross oder ganz gemütlich mit der Kutsche unterwegs sind, können Sie den Alltag im Nu vergessen. Von Anfang August bis Anfang September verwandeln sich die weiten Flächen in ein spektakuläres Meer aus violetten Blüten, das zum Träumen einlädt. Besonders unvergesslich wird Ihr Besuch, wenn eine Schnuckenherde mit Schäfer und ihren flinken Hütehunden den Weg kreuzt und die idyllische Atmosphäre perfekt macht.
Wandern am Franzosenstein
Eine rund 40 km ausgewiesene Naturstrecke sowie ein acht Kilometer langer Gelände-Sprung-Parcous führen durch Wald und Heide. Reiterhöfe bieten den Gästen und ihren Vierbeinern allen erdenklichen Komfort. Die Orte rund um die Kirchdorfer Heide mit ihren historisch gut erhaltenen Fachwerkhäusern, altem Baumbestand, schönen Dorfplätzen und kleinen Gassen laden zum Bummeln ein.
Bei Ihrer Wanderung können Sie dann auf dem Knickberg - 86 m NN - den Franzosenstein entdecken und dort eine kleine Rast machen.
Der Franzosenstein
Er heißt heute noch „Franzosenstein“, die ein Meter hohe Sandsteinsäule auf der höchsten Stelle in der Gemeinde Kirchdorf. Dieses Relikt aus vergangener Zeit gibt dem Besucher immer wieder Rätsel auf. Im Samtgemeindearchiv Kirchdorf ist darüber folgendes festgehalten:
Kirchdorf unter hessischer Verwaltung zum Amt Uchte gehörend, kam 1803 unter französische Herrschaft. Unter Leitung von Oberst Epailly errichteten Vermessungsoffiziere einen zwölf Meter hohen Turm. An dieser Stelle ein Dreiecksnetz I. Ordnung („Canevas die Triangles du Ier ordere executes par M. Epailly“). Von hier aus erfasste man folgende Hauptpunkte: Die Kirchtürme von Twistringen und Asendorf, die Signaltürme auf dem Mordkulenberg westlich des Dümmers in den Dammer Bergen (141 m über dem Meer), auf dem Hüttenberg im Grinderwald (101 m über dem Meer), einem Berg bei Loccum und den Knickberg (86 m über dem Meer). Gleichzeitig konnten französische Beobachter die Geschehnisse in allen Richtungen kontrollieren. 1813, nach der Franzosenzeit, fiel Kirchdorf wieder an Hessen, der zwölf Meter hohe Turm wurde zerstört. 1814 erhob Prinzregent Georg von Hannover und England sein Kurfürstentum zu Königreich, einbezogen die hessischen Hoheitsgebiete. 1816 ordnete König Georg IV die Ausdehnung der Triangulation für das gesamte Königreich Hannover an. Unter Leitung von C. F. Gauß begann die Vermessungsarbeit auch auf dem Knickberg, dafür ließ er einen Stein mauern mit einem Postament, darauf eine Platte, die der mutwilligen Zerstörung zum Opfer fiel. Als Ersatz stellte man einen ein Meter hohen Sandsteinpfeiler auf, mit der eingemeißelten Inschrift „Königl. Hann. Land. Vermess.“. Noch heute steht dieser Stein auf dem Knickberg, der fälschlicherweise Weise als „Franzosenstein“ bezeichnet wird. Vielleicht willkürlich von den Preußen die 1866 nach der Schlacht von Langensalza Hannover einverleibten. Preußische Vermessungsoffiziere errichteten 1886/87 im Rahmen der preußischen Landesaufnahme an dieser Stelle auf einem Steinfundament ein Holzturm, den man wiederum Franzosenturm nannte. Nach etwa 25 Jahren war auch dieser verschwunden. Im Jahre 1919 kam der Erlass, keine Türme mehr aufzustellen. Dem heutigen Besucher ist es nicht mehr möglich auf dem Knickberg nach allen Seiten Ausschau zu halten. Er befindet sich mitten im Wald, wo eine Ruhebank ihm zum Rasten einlädt. Unweit vom vermeintlichen „Franzosenstein“ ist schon seit Jahren ein eingelassener viereckiger Stein versehen mit einem Kreuz, der so genannte „Trigonometrische Punkt“, der der Höhe des Knickbergs (86 m über dem Meer) als Vermessungspunkt unseres Katasteramtes dient.
Örtlichkeiten / Notfallpunkte
- Kirchdorfer Heide, , 27245 Kirchdorf

- Heideparkplatz in der Kirchdorfer Heide, , 27245 Kirchdorf

- Franzosenstein auf dem Knickberg, , 27245 Kirchdorf

- Notfallpunkt "34 Weg 1" Kirchdorfer Heide, , 27245 Kirchdorf

- Notfallpunkt "34 Weg 2" Kirchdorfer Heide, , 27245 Kirchdorf

- Notfallpunkt "34 Weg 3" Kirchdorfer Heide, , 27245 Kirchdorf

- Notfallpunkt "34 Weg 4" Kirchdorfer Heide, , 27245 Kirchdorf

- Notfallpunkt "34 Weg 5" Kirchdorfer Heide, , 27245 Kirchdorf

- Notfallpunkt "34 Weg 6" Kirchdorfer Heide, , 27245 Kirchdorf

- Notfallpunkt "34 Weg 7" Kirchdorfer Heide, , 27245 Kirchdorf

- Notfallpunkt "34 Weg 8" Kirchdorfer Heide, , 27245 Kirchdorf

- Notfallpunkt "34 Weg 9" Kirchdorfer Heide, , 27245 Kirchdorf

- Notfallpunkt "34 Weg 10" Kirchdorfer Heide, , 27245 Kirchdorf

- Notfallpunkt "34 Weg 11" Kirchdorfer Heide, , 27245 Kirchdorf

- Notfallpunkt "34 Weg 12" Kirchdorfer Heide, , 27245 Kirchdorf

Ansprechpartner/in
| Frau J. Windhorn | |
| Amt / Bereich Büro des Bürgermeisters Rathaus - Hauptgebäude, Zimmer 1/2 // 1. OG Rathausstraße 12 27245 Kirchdorf Telefon: 04273 88-11 E-Mail: windhorn@kirchdorf.de | |













